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Wassernebel Systeme, Hoch- oder Niederdruck

Bei einer Wassernebel-Löschanlage werden sehr kleine Wassertropfen als Löschmittel eingesetzt. Die durchschnittliche Größe eines Wassertropfens liegt bei etwa 10 bis 100 μm (Vergleich Feinsprüh-Löschanlagen: 250 bis 500 μm).
Da die Löschdüsen sehr feine Wassertropfen versprühen, kann dadurch die Oberfläche der eingebrachten Wassermenge um ein Vielfaches vergrößert werden. So wird dem Feuer schneller Energie entzogen und der Kühleffekt des Löschmittels Wasser kann optimiert werden. Zudem können die Löschwassermenge und somit auch die Wasserbevorratung, sowie Schäden durch das Wasserlöschmittel reduziert werden.
 
Aufbaubeispiel
Prinzipiell ist eine Niederdruck-Wassernebel-Löschanlage ähnliche wie eine herkömmliche Löschanlage aufgebaut. Sie besteht aus thermisch auslösenden Düsen, einem Rohrleitungsnetz, einer Alarmventilstation, einer Pumpe und einem Löschwasservorratsbehälter. Wie bei anderen Anlagen werden hier nur zugelassene und geprüfte Bauteile verwendet, sodass ein Ausfall des Systems auf das Mindestmaß gesenkt werden kann.
Der signifikanteste Unterschied liegt darin, dass eine Niederdruck-Wassernebel-Löschanlage im Vergleich zu einer herkömmlichen Sprinkleranlage wesentlich weniger Wasser benötigt und somit die Dimensionierung der einzelnen Bauteile wesentlich geringer ausfällt.
 
Wirkungsweise einer Niederdruck-Wassernebel-Löschanlage
Die Niederdruck-Wassernebel-Löschanlage erzielt mit weniger Wasser die gleiche Effizienz. Dies ist aufgrund der speziell hierfür hergestellten Düsen möglich. Diese Düsen ermöglichen es, Tropfengrößen von 10 bis 100 µm herzustellen. Wichtig hierbei ist, dass dies bereits im Niederdruckbereich (nach DIN 14972 < 12,5 bar) gemacht werden kann, denn nur so lässt sich auch von Niederdruck-Wassernebel sprechen.
 
Bei der Niederdruck-Wassernebel Technik kommt es aufgrund der verringerten Tropfengröße, im Vergleich zur Sprinkleranlage, zu einer vergrößerten Reaktionsoberfläche des eingebrachten Löschwassers. Diese Oberflächenvergrößerung bewirkt eine raschere Verdampfung des Löschwassers und dadurch eine hochwirksame Kühlung der Atmosphäre. Zusätzlich zu dieser Kühlung kommt es zu einem Inertisierungseffekt am Brandherd.
Die charakteristische Größe für die Geschwindigkeit der Dampfentwicklung aus einer Flüssigkeit ist der Verdampfungskoeffizient K [cm/sec*mmHg]. Dieser Verdampfungskoeffizient verdeutlicht die Rolle der Oberflächenbeschaffenheit des Wassers: je mehr Oberfläche reagieren kann, umso schneller Verdampft das Wasser, und umso mehr Energie wird in der gleichen Zeiteinheit verbraucht. Hierbei zeigt auch der Wärmestrom, der in Abhängigkeit vom Tropfendurchmesser in einer Sekunde pro Liter Wasser mal Kelvin aufgenommen wird deutlich, dass kleine Tropfen mehr Energie aufnehmen können. Als Richtwert lässt sich aus verschiedenen Literaturstellen entnehmen, dass ein Tropfendurchmesser von d=100 µm circa 12 W/(l*K) aufnehmen kann, wohingegen ein Tropfendurchmesser von d=500 µm nur etwa 1 W/(l*K) aufnehmen kann.
 
Vorteil
Im direkten Vergleich zu Sprinkleranlagen haben Niederdruck-Wassernebel-Löschanlagen mehrere offensichtliche Vorteile.
Der wohl Augenfälligste ist der geringere Löschwasserverbrauch. Damit einhergehend ist eine wesentlich geringere Löschwasserbevorratung, die als Nebeneffekt mehr Nutzfläche für den Nutzer bedeuten kann. Aufgrund von bisher gebauten Systemen kann man teilweise von einer bis zu 80 % geringeren Löschwasserbevorratung und Verbrauch ausgehen.
Im direkten Zusammenhang steht der geringere Aufwand zur Löschwasserrückhaltung, da weniger kontaminiertes Löschwasser entsteht. Diese Faktoren ermöglichen es auch, die Installationen günstiger auszuführen.
Man kann Niederdruck-Wassernebel-Löschanlagen auch im Beton verlegen.
 
 
Bei der Planung, Installation, Wartung und Instandsetzung von stationären Schaumlöschanlagen, werden von uns die jeweils zu Grunde gelegten Vorschriften und Richtlinien berücksichtigt. Ausserdem verwenden wir auschliesslich geprüft und anerkannt Baugruppen, sowie die erforderlichen Ersatz- und Verschleissteile.
 
 
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